SPD-Geestland besucht die Raiffeisen Weser-Elbe eG

Zusammen mit unserer Bundestagskandidatin Susanne Puvogel und unserem Landtagskandidaten Jan Tiedemann fanden sich Annette Faße, Katja Brößling, Uschi Uhlich und Uwe Lorenz vom OV SPD-Geestland zu einer Informationsveranstaltung der Raiffeisen Weser-Elbe eG ein. Der Geschäftsführer Dr. Hauke Bronsema verdeutlichte die Aufgabenbereiche der Genossenschaft, die durch Fusion mit anderen Genossenschaften inzwischen stolz auf 15 Standorte im Weser-Elbe-Raum blicken kann. Im vergangenen Jahr konnte ein Umsatz von 120 Mio. € erzielt werden. „Neben dem traditionellen Geschäftsbereich, dem Bezug und Absatz landwirtschaftlicher Produkte und Produktionsmittel, hat sich die Raiffeisen Weser-Elbe eG auch auf verschiedenen anderen Gebieten im ländlichen Raum etabliert. Neben 12 Haus- und Gartenmärkten in der Region betreiben wir einen umfangreichen Baustoffhandel an drei Standorten sowie zwei Tankstellen in Bad Bederkesa und Dorum. Hier sind neben den herkömmlichen Kraftstoffen auch die umweltfreundlichen Treibstoffe E85, Erdgas und Autogas erhältlich.“ (so die Homepage www.raiffeisen-weser-elbe.de). Genossenschaftsmitglieder sind dementsprechend die Landwirte der Region. Die Raiffeisen-Genossenschaftsidee kann auf eine lange Chronik zurückgreifen. Und, wie Dr. Bronsema stolz hervorhebt, steht möglicherweise deren Anerkennung als Weltkulturerbe bevor.

Insgesamt beschäftigt die Genossenschaft 173 Personen in Vollzeit und 70 in Teilzeit sowie 31 Auszubildend. Von Letzteren wird ein guter Realschulabschluss für die Ausbildung zum Großhandelskaufmann erwartet. Es gibt jedoch auch Bereiche, für die ein guter Hauptschulabschluss ausreicht, erklärte Dr. Bronsema. Selbst die Einstellung von Flüchtlingen war bereits erfolgreich durchgeführt worden.

Der stärkste Bereich der Raiffeisen-Genossenschaft liegt mit 60% vom Gesamtumsatz beim Agrarhandel. Düngemittel, Futtermittel, Saat- und Pflanzengut, Pflanzenschutz und sonstige landwirtschaftliche Bedarfsartikel sind die Hauptumsatzzweige. Nachgefragt wie sich Pflanzenschutz und Umweltschutz in Einklang bringen lassen, verdeutlichte Dr. Bronsema, dass dies vor allem durch den Einsatz von Lohnspritzungen erfolge, bei denen Vorschriften exakt zu beachten sind und regelmäßige Bodenüberprüfungen erfolgen. Die Lohnspritzunternehmen werden von der Genossenschaft vermittelt.

Neben dem Agrarhandel spielen im Bereich Energie die Versorgung mit Diesel, Benzin, Gas und Holzpellets eine große Rolle. Für Bauvorhaben bietet das Unternehmen Baustoffe jeglicher Art an, verbunden mit einem umfangreichen Beratungs- und Serviceprogramm. In den Raiffeisen-Märkten findet man eine große Auswahl an Artikeln für Haus, Garten, Bau, Heim- und Nutztierhaltung für jedermann. All dies stets begleitet von kompetenter Beratung.

Als Problem für die Genossenschaft erwähnte Dr. Bronsema die Düngemittelverordnung, die seiner Meinung nach lokale Gegebenheiten nicht ausreichend berücksichtigt. Auch bereitet ihm das Arbeitszeitgesetz Sorgen, er wünschte sich einen breiteren Spielraum, um der Saisonarbeit besser begegnen zu können. Wünschenswert wäre dabei eine Orientierung an den Mindestruhezeiten. Dies würde das saisonale Problem entschärfen.

Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung erhielten einen guten Überblick über die große Angebotspalette der Raiffeisen Weser-Elbe eG und bedankten sich für das offene Gespräch.

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V.l.: Dr. Hauke Bronsema, Annette Faße, Jan Tiedemann, Raiffeisen-Mitarbeiter, Susanne Puvogel, Katja Brößling, Uwe Lorenz, Raiffeisen-Mitarbeiter