Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, das war das Thema der Veranstaltung der AG 60-plus am 24.05.2016. Jonny Lüdemann begrüßte zu diesem Thema die Notarin und Rechtsanwältin Christine Sturmheit. Frau Sturmheit wies darauf hin, wie wichtig es sei, sich rechtzeitig darüber Gedanken zu machen, wer entscheiden soll, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage sein sollte. Dies betreffe nicht nur Ältere, sondern auch Jüngere, da auch diese durch Krankheit oder Unfall in diese Situation kommen könnten. Durch die Vorsorgevollmacht kann man verhindern, dass im Notfall vom Gericht unter Umständen ein fremder Betreuer eingesetzt wird. So kann sichergestellt werden, dass Entscheidungen für einen durch die Menschen getroffen werden, denen man vertraut und die einen kennen.

In der Patientenverfügung wird festgelegt, wie weit man eine Behandlung wünscht oder eben ablehnt für den Fall, dass man an einer Krankheit leidet, die unweigerlich zum Tod führt. Sobald die Patientenverfügung beim behandelnden Arzt vorgelegt wird, hat dieser sich nach den festgelegten Wünschen zu richten. Frau Sturmheit erläuterte, dass für die Wirksamkeit einer Vorsorgevollmacht oder einer Patientenverfügung eine notarielle Beurkundung nicht notwendig sei. Der Vorteil sei jedoch, dass der Notar oder die Notarin den Inhalt der Vollmacht genau erläutert und die Vollmacht oder Patientenverfügung im Gegensatz zu den vorformulierten Vollmachten aus dem Internet den persönlichen Bedürfnissen und Wünschen des Vollmachtgebers angepasst werden kann. Aufgrund der vielen Nachfragen und der regen Diskussion war zu merken, dass dieses Thema die Anwesenden sehr beschäftigte.

Die AG 60plus trifft sich immer am letzten Dienstag im Monat im Seniorentreff in Langen. Die Veranstaltung am 28.06.2016 ist jedoch nur für Mitglieder der SPD zugänglich, da an diesem Tag ein neuer Vorstand der AG 60plus gewählt wird. Das nächste öffentliche Treffen wird daher erst am 26.07.2016 stattfinden.