Podiumsdiskussion „Schöne neue Arbeitswelt?!“ - Der Mensch als Kostenfaktor

 

V.l.: Kai Niemczyk, Uwe Schmidt, Jan Tiedemann, Erika Czerny-Gewalt, Sascha Kuntzmann

Der Lindenhofsaal war gut gefüllt, nicht nur mit Mitgliedern der SPD, sondern mit Arbeitern und Arbeiterinnen, die auf ihren Arbeitsstellen den Druck und die Beschleunigung der Arbeitsprozesse zu spüren bekommen haben. Das war auch das Ziel, so Sascha Kuntzmann, der diese Veranstaltung zusammen mit Kai Niemczyk ins Leben gerufen hatte. Die AfA-AG des SPD OV Geestland möchte Brücke sein zwischen Arbeitnehmern, Arbeitnehmervertretungen und der Politik. Mit Uwe Schmidt, Betriebsratsvorsitzender im Gesamthafenbetrieb Bremerhaven, Jan Tiedemann, unser Kandidat für die Landtagswahl, und Erika Czerny-Gewalt, Gewerkschaftssekretärin bei Ver.di, war das Podium kompetent besetzt.

Natürlich war vorherzusehen, dass Podium und Zuhörerschaft hinsichtlich der Situation auf dem Arbeitsmarkt gleicher Meinung waren, wichtiger war es, die realen Situationen zu Gehör zu bringen. Da gibt es die zunehmende Lohnungerechtigkeit, die unterschiedlichen Tarife für gleiche Arbeit beispielsweise für Hafenarbeit links und rechts der Weser, die Überforderung von Schiffsbesatzungen durch Selbstentladung (Port Package) und damit einhergehender Abnahme der Sicherheit, die Angst vor dem Outsourcing und der nicht geklärten Reaktion auf Work 4.0 (Wie sichern wir Arbeitsplätze und Einkommen bei zunehmender Digitalisierung?). Die Frage nach einem bedingungslosen Grundeinkommen stand im Raum.

Breit wurde auch die unerträgliche Situation diskutiert, die durch die Privatisierung der Krankenhäuser entstanden ist. Daseinsfürsorge gehört in öffentliche Hand, war man sich einig. Gewinnorientiertes Krankenhauswesen ist schädlich für den Patienten und den Steuerzahler. Gefordert wird, dass der Gesetzgeber im Krankenhauswesen dafür Sorge zu tragen hat, dass die verstärkt zu verzeichnenden Auswüchse verhindert werden. Staatlich abgesicherte Standards müssen für alle Mitarbeiter der Krankenhäuser gelten.

Den Abschluss bildete die Frage nach einer sicheren Rente. Auch hier war man sich einig, dass für deren Absicherung eine paritätischere Form gewählt werden müsse, bei der sich jeder, auch die Finanzwelt, beteiligen müsse.

Deutlich kristallisierte sich heraus, dass der auch von Martin Schulz wieder in den Fokus gerückte Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit eine Aufgabe ist, der sich Arbeitnehmervertretung und Politik gemeinsam intensiv widmen müssen.

 

So steht die SPD Niedersachsen zu ...

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